AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von ColdCall.de

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen

ColdCall.de – Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Cyriakusstraße 5
41468 Neuss
Deutschland

Telefon: +49 (176) 20496314
E-Mail: info@coldcall.de
Webseite: https://www.coldcall.de

– nachfolgend „wir“, „uns“ oder „ColdCall.de“ –

und unseren Kunden über Coaching-Programme, Beratungsleistungen, Onlinekurse, digitale Inhalte sowie die Nutzung unserer Lernplattform.

  1. Unsere Angebote richten sich sowohl an
  • Verbraucher im Sinne von § 13 BGB (natürliche Personen, die den Vertrag überwiegend nicht für ihre gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit abschließen) als auch
  • Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln).
  1. Soweit in diesen AGB Regelungen besonders für Unternehmer (B2B) gelten, ist dies ausdrücklich gekennzeichnet. Im Übrigen gelten die Bestimmungen sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmer. Zwingende verbraucherschützende Vorschriften gehen diesen AGB im Zweifel vor.
  2. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich zu (mindestens Textform).

§ 2 Vertragsgegenstand

  1. Vertragsgegenstand sind – je nach gebuchter Leistung – insbesondere:
  • Online-Coaching, Einzel- und Gruppencoachings im Bereich Vertrieb, Motivation und Disziplin,
  • Zugang zu unserer Online-Lernplattform (WordPress mit LearnDash) mit Kursen, Videos, Arbeitsmaterialien, ggf. Community-Funktionen,
  • Seminare, Workshops, Webinare und sonstige Veranstaltungen (online oder offline),
  • ergänzende Beratungsleistungen und Unterstützung beim Aufbau und der Optimierung von Vertriebsstrukturen.
  1. Der konkrete Leistungsumfang (Inhalte, Dauer, Termine, Preis, ggf. Ratenzahlung) ergibt sich aus:
  • unserer Leistungsbeschreibung auf der Website,
  • der jeweiligen Buchungsseite / Landingpage,
  • und/oder einem individuellen Angebot bzw. Vertrag mit dem Kunden.
  1. Soweit nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart ist, schulden wir keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, sondern die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Coaching- und Beratungsleistungen (Dienstvertrag, §§ 611 ff. BGB).
  2. Soweit einzelne Angebote als Fernunterricht im Sinne des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) einzustufen sind, gelten zusätzlich die Bestimmungen des FernUSG, insbesondere zu Kündigungs- und Widerrufsrechten.

§ 3 Vertragsschluss

  1. Die Darstellung unserer Leistungen auf der Website, in Social Media, in Broschüren oder sonstigen Medien stellt kein verbindliches Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Kunden dar.
  2. Der Vertragsschluss erfolgt in der Regel wie folgt:
  • der Kunde füllt ein Kontakt- oder Bewerbungsformular aus oder bucht einen Termin für ein Erstgespräch, oder
  • der Kunde gibt über eine Online-Buchungsseite, ein Bestellformular oder im Rahmen eines Gesprächs (z. B. per Telefon oder Videocall) ein Angebot ab.
  1. Wir können das Angebot des Kunden innerhalb angemessener Frist annehmen, insbesondere durch:
  • ausdrückliche Annahmeerklärung (z. B. per E-Mail),
  • Übersendung einer Auftragsbestätigung,
  • Rechnungsstellung oder
  • Freischaltung des Zugangs zur Lernplattform bzw. Bereitstellung erster Leistungen.
  1. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen mindestens der Textform (z. B. E-Mail), sofern nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist.

§ 4 Leistungen von ColdCall.de

  1. Wir erbringen die vereinbarten Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen sowie mit der im Coaching- und Beratungsbereich üblichen Sorgfalt.
  2. Wir sind berechtigt, Inhalte, Module, Abläufe, Termine, eingesetzte Coaches und technische Plattformen anzupassen, sofern der wesentliche Leistungsinhalt erhalten bleibt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
  3. Wir dürfen uns zur Leistungserbringung qualifizierter Dritter (z. B. externer Coaches, Trainer) bedienen, ohne dass dadurch ein Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Dritten entsteht.
  4. Für Online-Leistungen obliegt es dem Kunden sicherzustellen, dass er über die erforderliche technische Infrastruktur (Internetanschluss, geeignete Hardware, aktuelle Browser etc.) verfügt. Fehlende technische Voraussetzungen auf Kundenseite entbinden nicht von der Zahlungspflicht.

§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden

  1. Die Zusammenarbeit im Coaching setzt eine aktive Mitwirkung des Kunden voraus. Der Kunde ist insbesondere verpflichtet,
  • erforderliche Informationen vollständig und wahrheitsgemäß zur Verfügung zu stellen,
  • vereinbarte Termine wahrzunehmen,
  • Aufgaben und Umsetzungsschritte eigenverantwortlich zu bearbeiten,
  • unsere Empfehlungen eigenständig zu prüfen, bevor er sie umsetzt.
  1. Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten zur Lernplattform vertraulich zu behandeln und Dritten keinen Zugang zu gewähren. Ein Account ist nur für die jeweils registrierte Person bestimmt, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
  2. Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht nach und wird dadurch die Durchführung des Coachings erschwert oder unmöglich, sind wir von der Leistungspflicht insoweit befreit. Unser Vergütungsanspruch bleibt in diesen Fällen bestehen.

§ 6 Vergütung, Preise, Zahlungsbedingungen

  1. Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, der Buchungsseite bzw. aus der individuellen Vereinbarung mit dem Kunden.
  2. Die angegebenen Preise gelten:
  • gegenüber Unternehmern als Netto-Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer,
  • gegenüber Verbrauchern als Brutto-Preise inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer.
  1. Soweit nicht anders vereinbart, ist die Vergütung:
  • entweder vollständig im Voraus
  • oder in vereinbarten Raten zu den in der Rechnung bzw. im Angebot genannten Fälligkeitsterminen zu zahlen.
  1. Zulässige Zahlungsmethoden (z. B. Überweisung, Online-Zahlungsdienstleister) werden im Bestellprozess bzw. in der Rechnung angegeben.
  2. Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, sind wir berechtigt,
  • Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen (bei Unternehmern § 288 Abs. 2 BGB),
  • weitere Leistungen vorübergehend zurückzuhalten und den Zugang zur Lernplattform sowie Coaching-Terminen zu sperren, bis alle fälligen Beträge beglichen sind.
  1. B2B-Klausel: Gegenüber Unternehmern sind wir berechtigt, Leistungen nur gegen Vorkasse oder Sicherheitsleistung zu erbringen, wenn nach Vertragsschluss Umstände erkennbar werden, die die Kreditwürdigkeit wesentlich zu mindern geeignet sind.
  2. Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur zu, wenn der Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.

§ 7 Laufzeit, Termine, Stornierung

  1. Die Laufzeit des Vertrages bzw. des Programms ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot
  2. Soweit feste Coaching-Termine vereinbart sind, gilt:
  • Absagen durch den Kunden sind uns so früh wie möglich, mindestens jedoch 24 Stunden vor dem Termin mitzuteilen.
  • Das Abo ist monatlich, zum Ende des laufenden Kalendermonats, kündbar
  • Erfolgt eine Absage später oder bleibt der Kunde dem Termin fern, kann der Termin als wahrgenommen gelten; ein Anspruch auf Nachholung besteht dann grundsätzlich nicht.
  • Wir können im Einzelfall aus Kulanz Ersatztermine anbieten; ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht.
  1. Soweit der Kunde ein komplettes Programm mit fester Laufzeit bucht (z. B. Paket aus mehreren Modulen/Sessions), ist eine ordentliche Kündigung vor Ablauf der vereinbarten Dauer nicht vorgesehen, es sei denn, im Einzelfall ist etwas anderes schriftlich vereinbart.
  2. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
  3. Für Verbraucher gelten etwaige zwingende Kündigungs- und Widerrufsrechte, insbesondere nach FernUSG und BGB, zusätzlich und vorrangig gegenüber entgegenstehenden Regelungen in diesen AGB.

§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher

  1. Wenn der Kunde Verbraucher ist und der Vertrag im Wege des Fernabsatzes (z. B. Online-Buchung, Telefon, E-Mail) geschlossen wird, steht ihm grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu, sofern keine gesetzliche Ausnahme greift.
  2. Einzelheiten zum Widerrufsrecht (Frist, Ausübung, Folgen des Widerrufs sowie Ausnahmen und vorzeitiges Erlöschen) ergeben sich aus unserer nachfolgenden Widerrufsbelehrung für Verbraucher, die Bestandteil unseres Informationspakets ist, aber nicht selbst Vertragsbestandteil wird.
  3. Für Unternehmer besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht nach §§ 312g, 355 BGB. Etwaige Rechte aus dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG), soweit anwendbar, bleiben hiervon unberührt.

§ 9 Nutzungsrechte an Inhalten, Urheberrecht

  1. Sämtliche von uns bereitgestellten Inhalte (insbesondere Videos, Audios, Kursbereiche, Präsentationen, Skripte, PDFs, Checklisten, Vorlagen) sind urheberrechtlich geschützt.
  2. Der Kunde erhält ein einfaches, nicht exklusives, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an den Inhalten, ausschließlich zu eigenen Zwecken und im Rahmen des jeweiligen Vertrages / Programms.
  3. Es ist dem Kunden insbesondere untersagt,
  • Inhalte an Dritte weiterzugeben, zu veröffentlichen, öffentlich zugänglich zu machen oder auf anderen Plattformen hochzuladen,
  • Zugangsdaten zu unserer Lernplattform mit Dritten zu teilen,
  • Inhalte in eigenen Produkten/Programmen zu verwenden oder gewerblich weiterzuverkaufen,
  • Coaching-Sessions ohne unsere ausdrückliche Zustimmung aufzunehmen oder Aufnahmen zu verbreiten.
  1. Verstößt der Kunde gegen diese Bestimmungen, sind wir berechtigt, den Vertrag fristlos zu kündigen, den Zugang zu sperren und ggf. Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

§ 10 Vertraulichkeit

  1. Wir behandeln alle Informationen, die uns im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt werden und als vertraulich gekennzeichnet sind oder ihrer Natur nach vertraulich sind (z. B. betriebliche Kennzahlen, Strategien, persönliche Themen), vertraulich.
  2. Der Kunde verpflichtet sich im Gegenzug, vertrauliche Informationen über uns, unsere internen Abläufe, Preisstrukturen und insbesondere Inhalte aus Gruppencoachings (Aussagen anderer Teilnehmer) nicht an Dritte weiterzugeben.
  3. Die Vertraulichkeitspflicht besteht über das Ende der Vertragsbeziehung hinaus.

§ 11 Haftung

  1. Wir haften unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung von uns, unseren gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
  2. Für sonstige Schäden haften wir unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
  3. Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur, wenn eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalpflicht) verletzt wird. In diesem Fall ist unsere Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
  4. Kardinalpflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Kunde vertrauen darf.
  5. Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftungsregelungen (z. B. nach Produkthaftungsgesetz) bleiben unberührt.
  6. Coaching- und Beratungsleistungen sind keine medizinische, psychotherapeutische oder steuer-/rechtsberatende Behandlung. Wir geben keine Heilversprechen und keine Garantien für bestimmte wirtschaftliche Ergebnisse (z. B. Umsatz, Gewinn, Anzahl von Abschlüssen). Der Kunde trifft seine Entscheidungen eigenverantwortlich.
  7. Die Kursinhalte ersetzen keine professionelle Beratung.

§ 12 Gewährleistung

  1. Da wir überwiegend Dienstleistungen erbringen, findet die gesetzliche Gewährleistung für Werkleistungen nur insoweit Anwendung, als wir ausnahmsweise werkvertragliche Erfolge schulden.
  2. Für digitale Inhalte und Online-Zugänge stellen wir die vereinbarten Leistungen grundsätzlich im beschriebenen Umfang zur Verfügung. Vorübergehende Einschränkungen der Verfügbarkeit (z. B. Wartung, technische Störungen) sind zulässig, sofern sie im üblichen Rahmen bleiben.
  3. Störungen oder Mängel hat der Kunde uns unverzüglich anzuzeigen, damit wir diese prüfen und möglichst beheben können.

§ 13 Datenschutz

  1. Wir verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere DSGVO, BDSG).
  2. Einzelheiten zur Datenverarbeitung und zu den Rechten betroffener Personen ergeben sich aus unserer Datenschutzerklärung, abrufbar unter:
    https://www.coldcall.de/datenschutz
  3. Die Datenschutzerklärung dient der Information und ist kein Bestandteil dieses Vertrages.

§ 14 Anwendbares Recht, Gerichtsstand

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
  2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist Neuss ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus Vertragsverhältnissen mit uns.
  3. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Gerichtsstandsregelung nur, soweit sie deren gesetzlichen Gerichtsstand nicht einschränkt.

§ 15 Schlussbestimmungen

Nebenabreden zu diesen AGB bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen der Verträge bedürfen mindestens der Textform (z. B. E-Mail), soweit nicht gesetzlich eine strengere Form verlangt wird. Dies gilt auch für die Änderung dieser Textformklausel.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Stand: November 2025